Für Folge 124 haben wir das wohl längste und komplexeste aller Grimm-Märchen ausgewählt: Die zwei Brüder. Es erzählt von Bruderliebe und Abenteuern und erinnert an einigen Stellen an ein Fantasy-Epos – inklusive Drachen.
Märchenpott Folge 124: Die zwei Brüder
Es war einmal… zwei Brüder, ein reicher und ein armer. Der Reiche war ein Goldschmied und bös von Herzen; der Arme nährte sich davon, dass er Besen band, und war gut und redlich. Der arme hatte zwei Kinder, das waren Zwillingsbrüder und sich so ähnlich wie ein Tropfen Wasser dem andern. Die zwei Knaben gingen in des Reichen Haus ab und zu und erhielten von dem Abfall manchmal etwas zu essen.
Es trug sich zu, dass der arme Mann, als er in den Wald ging, Reisig zu holen, einen Vogel sah, der ganz golden war und so schön, wie ihm noch niemals einer vor Augen gekommen war. Ja, und damit nimmt eines der komplexesten Grimm-Märchen seinen Lauf. Und an manchen Stellen fühlt man sich fast schon wie in einer Fantasy-Geschichte. Viel Spaß beim Hören!
Fakten zu „Die zwei Brüder“
- Das Märchen steht seit der zweiten Auflage an Stelle 60 der Kinder- und Hausmärchen.
- Es ist das längste Zaubermärchen.
- Das Märchen hat drei ATUs:567, 300, 303.
- Es gibt zahlreiche Varianten.
- Die älteste Version des Märchens ist auf einem altägyptischen Papyrus aus dem Jahr 1250 v. Chr. überliedert. Es ist das älteste komplett erhaltene Zaubermärchen.
Lieber Jäger, laß mich leben, ich will dir auch zwei Junge geben.
Die zwei Brüder
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Märchenpott-Folge 124 „Die zwei Brüder“ könnt ihr euch außerdem hier anhören:
